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Aquakultur

Unter "kultivierte Fischarten" oder Aquakultur versteht man die kontrollierte Aufzucht von im Wasser lebenden Organismen - also nicht nur von Fischen, sondern auch von Muscheln, Krebstieren und Pflanzen, vor allem Algen. Die Süßwasser Aquakulturen blicken auf eine jahrtausend alte Tradition zurück. Relativ jung dagegen ist die Aquakultur im Salzwasser.

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Fischarten und Meeresfrüchte aus Aquakultur:

  • Dorade Sparus aurata
    Dorade Sparus aurata
    Die Dorade ist auch unter den Namen Goldbrasse bekannt und gut zu erkennen an ihrer ovalen Form und dem goldfarbenen Fleck auf den Wangen. Sie ist im Mittelmeer beheimatet und dort ein traditioneller Speisefisch. Doraden lieben seichtes Wasser. Als Nahrung dienen kleinere Fische, Muscheln, Seeigel, Krebse und Weichtiere. Sie können bis zu 70 Zentimeter lang werden und ein Gewicht von 2,5 Kilo erreichen. Seit einigen Jahren wird die Dorade auch in Aquakultur gezüchtet – vor allem in Griechenland, in der Türkei, in Israel und in Spanien.
  • Karpfen Cyprinus carpio
    Karpfen Cyprinus carpio
    Der Karpfen läßt sich in Fossilienfunden aus der Tertiärzeit nachweisen und gehört damit zu den ältesten Fischarten. Da der Karpfen anspruchslos und sehr robust ist, zählt er zu den wichtigsten Fischen der Teichwirtschaft. Als Vegetarier werden Karpfen mit Weizen oder Getreidepellets gefüttert. Die in Deutschland angebotenen Karpfen sind meist Spiegelkarpfen mit einer Schuppenlinie entlang der Rückenflosse sowie einem schuppigen Schwanzstück. Der Wildform am nächsten ist der Schuppenkarpfen, dessen Körper noch komplett mit Schuppen bedeckt ist. Ebenfalls häufig ist der Zeilkarpfen mit einer „Schuppenzeile“ entlang der Seitenlinie. Karpfen sind sehr schmackhaft und erfreuen sich daher großer Beliebtheit – traditionell besonders zum Weihnachts- oder Silvesterfestessen. Die bekannteste Zubereitungsvariante ist „Karpfen blau”, also gegart oder im Ofen gebacken.
  • Lachs Salmo Salar
    Lachs Salmo Salar
    Sowohl atlantische als auch pazifische Lachse laichen ausschließlich im Süßwasser ab und werden daher zu den Süßwasserfischen gerechnet. Sie verbringen dort ihre Jugend und wandern danach ins Meer ab. Nach der Geschlechtsreife kehren die Lachse in ihre Heimatgewässer zum Laichen zurück – genau dorthin, wo sie aufgewachsen sind. Dabei legen sie zum Teil tausende von Kilometern zurück. Die kräftigen und mit enormen Fettreserven ausgestatteten Laichtiere verlieren während der Heimwanderung und beim Ablaichen bis zu 40 Prozent ihres Gewichts. Im Gegensatz zum atlantischen Lachs, der bis zu vier-, fünfmal ablaichen kann, sterben sämtliche pazifischen Lachse nach dem ersten Laichvorgang ab. Charakteristisch für alle lachsartigen Fische ist die so genannte Fettflosse, eine dicke, strahlenlose Hautfalte auf dem Schwanzstiel (zwischen Rücken- und Schwanzflosse). Als Raubfische ernähren sich Lachse von Kleinfischen wie Heringen und Sprotten sowie Krebstieren. Die natürlichen Bestände des atlantischen Lachses schrumpfen stark, und immer mehr Lachse entstammen weltweit der Aquakultur. In den im Meer verankerten Netzgehegen wachsen die Lachse bis zur Marktreife heran. Diese Form der Produktion stellt ganzjährig eine Versorgung des weltweiten Markts mit qualitativ hochwertigem atlantischen Lachs sicher. In Europa findet man im Handel meist den atlantischen Lachs aus Aquakulturen in Norwegen, Schottland oder Irland. Unter den in Deutschland beliebtesten Speisefischen nimmt der Lachs einen vorderen Rang ein.
  • Miesmuschel Mytilus edulis
    Miesmuschel Mytilus edulis
    Miesmuscheln sind typische Bewohner der Gezeitenzonen. Sie kommen auf der ganzen Welt vor – unter anderem auch in der Nordsee. Miesmuscheln leben in Tiefen von bis zu zehn Metern, häufig an Stellen mit starker Brandung. Kultiviert werden sie an Pfahl- oder Treibgestellen sowie an Tauen und Matten oder an festem Nährboden. Spätestens mit vier Jahren haben Miesmuscheln ihre Marktgröße von 5 bis 8 cm erreicht.
  • Pangasius hyp. Pangasius hypothalmus
    Pangasius hyp. Pangasius hypothalmus
    Der Pangasius ist ein Süßwasserfisch, der in Flüssen und Seen in Südostasien lebt. Er gehört zur großen Familie der Welse und wird im Mekong-Delta und seinen Nebenflüssen gezüchtet – entweder in Flussgehegen oder in Teichen. Pangasius sind Allesfresser, die sich ihre Nahrung unter anderem am Boden suchen. Sie wachsen schnell und können bis zu 150 cm lang werden. Der Pangasius hat eine silbrig-rosa Grundfarbe und einen weißen Bauch. Sein Körper ist lang gestreckt, seitlich abgeflacht und schuppenlos. Das Fleisch ist weiß bis zartgelb und hat kaum Gräten. Von wirtschaftlicher Bedeutung sind zwei Arten: Der Pangasius bocourti gehört zu den fetthaltigeren Fischen und wird hauptsächlich in Asien vermarktet. Der Pangasius hypothalmus dagegen ist weniger fetthaltig – er wird auf dem europäischen Markt angeboten. Pangasius wird in Deutschland immer beliebter. Der für den Export bestimmte Fisch stammt ausschließlich aus Aquakultur.
  • Regenbogenforelle Oncorhynchus mykiss
    Regenbogenforelle Oncorhynchus mykiss
    Die Regenbogenforelle stammt ursprünglich aus Nordamerika. Seit dem Ende des 19. Jahrhunderts wurden Laich und junge Fische in viele Regionen der Welt exportiert und dort angesiedelt. Regenbogenforellen leben in Flüssen und Seen, bevorzugen allerdings schnellfließende und klare Gebirgsbäche. Sie ernähren sich von Insekten und kleinen Fischen sowie Fröschen, Würmern, Kaulquappen, Bachflohkrebsen und auch Maden. Als Speisefisch wird die Regenbogenforelle hauptsächlich in Teichanlagen gezüchtet. Dazu eignet sie sich besser als andere heimische Forellenarten, da sie unter anderem höhere Wassertemperaturen verträgt. Regenbogenforellen werden bis zu 80 cm lang und 10 kg schwer. Sie ähneln der einheimischen Bachforelle und weisen auch deren schwarze Punkte auf.
  • Riesengarnelen (Zucht) Litopenaus vannamei
    Riesengarnelen (Zucht) Litopenaus vannamei
    Garnelen bilden eine weitverzweigte Familie. Die zwei- bis dreitausend existierenden Garnelenarten werden nach Größe und Lebensraum (Wassertiefe) eingeteilt. Außerdem unterscheidet man Warm- und Kaltwassergarnelen sowie Meer- und Süßwasser-Garnelen. Die so genannte Riesengarnele ist eine Geißel- und Felsengarnele. Wie fast alle Garnelenarten hat sie einen schmalen, gebogenen Körper und lange Antennen. Riesengarnelen erreichen eine Körperlänge von bis zu 25 cm (Süßwasser-Garnele) bzw. 30 cm (Meerwasser-Garnele). Garnelen sind vor allem in der Feinschmeckerküche sehr beliebt.
  • Tilapia Oreochromis niloticus
    Tilapia Oreochromis niloticus
    Die unter dem Namen Tilapia zusammengefassten Fische gehören zur Familie der Buntbarsche, die mit etwa tausend Arten in den tropischen und subtropischen Gewässern von Afrika, Madagaskar, Südamerika und Asien beheimatet sind. Durch natürliche und gezüchtete Kreuzungen tritt der Tilapia in den unterschiedlichsten Formen auf. Er gehört zu den erfolgreichsten Zuchtfischen aus Aquakultur der letzten Jahrzehnte und erfreut sich weltweit immer größerer Beliebtheit. Sein weiches, süßliches Fleisch kann gegrillt, gebraten und gedünstet werden und eignet sich besonders für exotische Zubereitungen. Der Tilapia ist ein Pflanzenfresser, äußerst robust und wächst bei Wasertemperaturen von 20 bis 30 Grad sehr schnell.
  • Wolfsbarsch Dicentrarchus labrax
    Wolfsbarsch Dicentrarchus labrax
    Der (europäische) Wolfsbarsch kommt im Ostatlantik von Marokko bis Norwegen vor sowie im Mittelmeer und im Schwarzen Meer. Am häufigsten findet man ihn in den Gewässern um die Britischen Inseln, vor allem in der Nordsee. Er wird mittlerweile auch in Aquakultur gezüchtet. Die Fische werden bis zu 90 Zentimeter lang und erreichen ein Gewicht von ca. 10 Kilogramm. Die Färbung des langgestreckten Körpers wechselt von Dunkelgrau (am Rücken) über silbrig (an den Seiten) zu weiß (am Bauch). Der edle Speisefisch ist ein Jäger und ernährt sich von Weichtieren, Krebstiere und Fischen.
  • Zander Stizostedion lucioperca
    Zander Stizostedion lucioperca
    Zander sind Raubfische, die in den Flüssen und Seen Nord-, Ost- und Mitteleuropas sowie in den salzarmen Regionen (Bodden) der Ostsee leben. Im Gegensatz zu vielen anderen Artgenossen, die im Süßwasser leben, bevorzugt er getrübte Gewässer. Damit der Zander sich wohlfühlt, dürfen die Seen und Flüsse im Sommer sogar höhere Wärmegrade aufweisen. Zander werden zwischen 40 und 130 cm groß und bis zu 10 kg schwer.
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